Monatsarchiv für Juli 2009

Dropbox vs. Ubuntu One

Freitag, den 17. Juli 2009

Wenn man mit mehreren Rechnern arbeitet, dann kommt schnell der Wunsch nach einem problem- und medienlosen Datenaustausch auf. Stehen die Rechner in einem LAN, dann lässt sich das leicht mit Netzwerkfreigaben realisieren, wobei ein Rechner als zentrale Ablage dient und immer laufen muss (oder zumindest, wenn man von einem anderen Rechner auf ihn zugreifen möchte).

Ist einer der Rechner mobil, dann braucht man eine komplexere Lösung. Entweder man richtet selbst einen von Außen erreichbaren Server ein oder man sucht sich einen Dienstleister.

Dienstleiter für “Online-Festplatten” gibt es genug. Meine Anforderung ist, dass sich der Dienst mehr oder minder seamless ins System integriert und die Integration auch unter Linux verfügbar ist.

Vor längerer Zeit war Jungle Disk mein Kandidat. Leider kostet dort bereits das Basis-Angebot und es werden immer noch zusätzlich volumenabhängige Kosten für das eigentliche Storage bei Amazon S3 oder Rackspace Cloud Files fällig. Das hatte mich damals von einem Test abgehalten.

Momentan gibt es zwei interessante Services, die im Basis-Angebot mit 2GB Storage kostenlos sind: Dropbox und Ubuntu One.   (more…)

Lügt Frau von der Leyen?

Samstag, den 11. Juli 2009

Unsere Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen hat bei Radio SPUTNIK ein Interview zur Thematik der Zugriffserschwerung auf kinderpornographische Inhalte im Internet gegeben. Als einer der Gründe für diese Maßnahme hat sie auf die vielen Server verwiesen, die in ausländischen Staaten stehen, die Kinderpornographie nicht verboten haben. In diesem Zusammenhang wurde von Ihr Indien als ein Beispiel herausgestellt.

Pech für Frau von der Leyen ist nun, dass in Indien jedwede Art von Pornographie verboten ist, wie Udo Vetter auf seinem lawblog ausführt. Damit wäre ein spezielles Verbot von Kinderpornographie dort nicht notwendig. Wie nun bei netzpolitik.org zu lesen ist, gibt es dennoch in Indien ein spezielles Verbot von Kinderpornographie, dass ähnlich dem deutschen Recht nicht nur Herstellung und Verbreitung, sondern auch den Download verbietet.

Ob man jedoch wie Jan-Olaf Schäfers im obigen Posting auf netzpolitik.org von einer Lüge sprechen kann oder sollte, möchte ich in Frage stellen.   (more…)